Roland Grüter
Fotografie

Die Anmut des Nichts: Pellworm

Nichts Aufregendes. Alles und jeder bleibt gelassen und ruhig. Und das in Deutschland! Oben im Nordfriesischen Wattenmeer gibt es diese Insel, die Nichts zu bieten hat. Und dieses Nichts schärft unsere Sinne für das Wesentliche. Keine Straßenhektik, keine großen Kaufhäuser, keine Vergnügungsviertel, kaum Touristen, keine Warteschlangen, wenig Verkehr – noch nicht einmal Sandstrand. Die Insel, die ein wenig unter dem Meeresspiegel liegt. Meer gibt es nicht zu sagen ... 

In anderem Licht: Berlin

Ein Blick hinter die Kulisse des Sichtbaren. Die Bilder dieser Serie sind mit einem Filter aufgenommen, der nur das Licht ab einer Wellenlänge von 830 nm durchlässt. Hier beginnt der Bereich des Lichtes, der unseren Augen vollständig verborgen bleibt. Diese fotografische Umsetzung kann unsere Welt jenseits der gewohnten Wahrnehmung sichtbar machen. Es entstehen neue Eindrücke von gewohnten Motiven und Perspektiven. 

Florales Licht: Graubünden

Die Aufnahmen sind im Engadin entstanden. In der sub­­alpinen Stufe zwischen 1.500 und 1.800 m trifft man hier auf Magerwiesen, die zu den artenreichsten Lebensräumen der Schweiz gehören. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist regelrecht überwältigend. Arten- und blütenreiche Wiesen sind heute leider eine Seltenheit geworden. Sie wachsen auf nährstoffarmen Böden und sind das wundervolle Resultat eines nachhaltigen Umgangs mit der Natur.

Die Insel der Glückseligen: La Palma

Die grünste der Kanarischen Inseln erwartet ihre Besucher mit einer atemberaubenden landschaftlichen Vielfalt. Kiefern- und Lorbeerwälder, weite Täler, tiefe Schluchten, Lava- und Kraterlandschaften kontrastieren mit dem tiefen Blau des Atlantiks. La Palma ist wie geschaffen für Naturliebhaber und Landschaftsfotografen, die ausgetretene Pfade verlassen möchten und die Herausforderung neuer Motive zu schätzen wissen. 

Ungeahnte Formen: Die Kanarische Kiefer

Die größte Besonderheit der kanarischen Pinie ist ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Feuer. Während ihres Wachstums bildet sie eine aus bis zu 50 Schichten bestehende Rinde, die es ihr ermöglicht, Brände zu überstehen und kurz danach wieder auszutreiben. Es ist spannend, die in der Rinde verborgenen bizarren Formen durch eine spezielle Aufnahmetechnik sichtbar zu machen. 

 

Urwüchsig: Das Tegeler Fließ

Ein Berliner glaubt, seine Stadt zu kennen. Doch weit gefehlt: Mit dem Tegeler Fließ lernt auch er noch eine der abwechslungsreichsten Landschaften Berlins kennen. Fast mitten in der Stadt kann man hier zahlreiche, recht unterschiedliche Lebensräume erleben, denn das Fließtal ist in weiten Teilen durch urwüchsige und vielfältige Bachauenlandschaft geprägt. Ausgedehnte Feuchtwiesen, Erlenbruch und Grauweidengebüsche bieten interessante Ausblicke zu jeder Tages-, Jahres- und Nachtzeit.